05/12 – E3 – Lieber heiter als wolkig

 
Unsere erste Reaktion auf diesen Cloud-Hype im Zusammenhang mit personalwirtschafltichen Aufgaben war prompt: „Eine Wildsau wird durch den ungepflegten Garten der Personalwirtschaft getrieben.”

Auf den ersten Blick spricht nichts grundsätzlich gegen Cloud Computing, im Gegenteil, im privaten Bereich ist es jetzt einfacher geworden , bestimmte Daten, Photos und Musik auf unterschiedlichen Rechnern und überall zur Verfügung zu haben. Auch als kleines Unternehmen nutzen wir Anwendungen, wie z.B. ein CRM System in einer Public Cloud. Das ist preiswert und begeisternd, zumal es diese Möglichkeiten für Privatleute und kleine Unternehmen bisher ja auch nur sehr bedingt und wenn, dann mit hohem technischen Aufwand gab und dabei habe wir auch nur mäßige Datenschutz-Bedenken. Wir benutzten die Cloud-Technologie und dort verfügbare Applikationen sehr selektiv. So weit, so gut!

Was sich aber nicht erschließt, ist, welchen Nutzen sich ein Unternehmen davon verspricht, personalwirtschaftliche Daten in der Cloud zu halten, es sei denn:

  • das Unternehmen hat seine Personaldaten an einen Personalabrechner outgesourcet.
  • das Unternehmen betreibt einen bunten Strauß personalwirtschaftlicher Anwendungen und legt keinen Wert auf integrierte, einheitliche Daten und die Cloud-Anwendung ist nur eine Facette mehr.
  • das Unternehmen hält seine Personalstammdaten bisher nur für die Personalabrechnung und benötigt keine integrierte Gesamtsicht seines Personals. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob nicht auch auf die Cloud-Anwendung verzichtet werden kann.
  • das Unternehmen benötigt nur grafische Darstellungen für die Bilanzanhänge und ist mit einer mehr oder weniger schlichten Schnittstelle zwischen seinen realen Personal- und Organisationsdaten ausreichend bedient.

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